Moorweide
Die Moorweide liegt im Hamburger Stadtteil Rotherbaum nördlich des Bahnhofs Dammtor und bildet dort eine öffentliche Grünfläche. Ihre Geschichte beginnt dort als Viehweide für die Stadt.
Später diente das Gelände als Glacis der Befestigungen und als Exerzierplatz der Bürgerwehr während Hamburgs Stadterweiterung. Auch große Ausstellungen prägten den Ort im westlichen Parkbereich. Eine gläserne Eisenhalle mit hoher Kuppel entstand dort, brannte später ab und verschwand schließlich aus dem Stadtbild. Heute verbindet die Moorweide Erholung, Veranstaltungen und Erinnerung.
Das Gelände war seit dem späten neunzehnten Jahrhundert Schauplatz politischer Versammlungen und Demonstrationen. Während der NS-Herrschaft wurde es zum Deportationsort für Jüdinnen und Juden. Am früheren nordwestlichen Rand erinnert der Platz der jüdischen Deportierten an die Opfer des Holocaust. Die Universität Hamburg nutzt Teile des früheren Geländes. In den sechziger Jahren bot eine kurzlebige Meckerecke Laienrednern eine Bühne nach dem Vorbild von Speakers’ Corner in London. Heute starten von der Moorweide Heißluftballonfahrten durch Hamburg und die Umgebung.
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