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Kramer-Witwen-Wohnung

Die Kramer-Witwen-Wohnung liegt in Hamburg nahe der St.-Michaelis-Kirche und zeigt einen erhaltenen Hofwohnkomplex des siebzehnten Jahrhunderts. Zwei Häuserreihen säumen eine schmale Gasse und bilden eines der letzten Beispiele dieser Hamburger Wohnform.

Das Krameramt errichtete die Wohnungen für die Witwen verstorbener Mitglieder, damit deren Geschäftsräume frei wurden. Jede Wohnung erstreckte sich über zwei Etagen mit Wohnraum, schmaler Küche, „gutem Zimmer“ und Bettnische. Eine Luke verband den Dachboden mit dem Hof, während zwei Pumpen bis ins späte neunzehnte Jahrhundert die Wasserversorgung sicherten. Nach der Restaurierung von 1968 richtete das Museum für Hamburgische Geschichte 1974 eine Wohnung im Stil der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts ein.

Die Möbel stammen nicht aus der ursprünglichen Wohnung, spiegeln jedoch den Geschmack einer bürgerlichen Familie jener Zeit. Rekonstruierte Schablonenmalereien ergänzen die engen Räume und machen den damaligen Alltag anschaulich.

Stadt
Hamburg
Aktualisiert

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