Nhà hát Lớn
Das Opernhaus von Hanoi steht im Zentrum der vietnamesischen Hauptstadt und prägt ihr architektonisches Bild. Der neoklassizistische Bau entstand zwischen 1901 und 1911 unter der französischen Kolonialverwaltung. Seine Gestaltung orientiert sich am Pariser Palais Garnier, bleibt jedoch kleiner und verwendet Materialien für das lokale Klima.
Während der Kolonialzeit erklangen hier französische und italienische Werke vorwiegend französischem Publikum. Nach dem Abzug Frankreichs folgten vietnamesische Theaterstücke und Musicals, bevor 1960 mit Tschaikowskys Eugen Onegin westliche Oper zurückkehrte. Zugleich erlebte der Ort politische Ereignisse und Straßenkämpfe während des Kampfes um Hanoi.
Heute tritt hier die Vietnam National Opera and Ballet mit westlichen Klassikern, vietnamesischem Tanz und modernen Produktionen auf. Das Orchester arbeitet mit dem Vietnam National Symphony Orchestra und dem Hanoi Philharmonic Orchestra zusammen. Premieren von Đỗ Nhuận, Lưu Hữu Phước und Đặng Hữu Phúc verbinden die Bühne mit Vietnams eigener Operntradition.
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