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Werner Sylten

Vor der Versöhnungskirche in Gotha erinnert ein Stolperstein an Werner Sylten, einen evangelischen Pfarrer mit starkem sozialem Gewissen. Der schlichte Stein liegt im Straßenraum und verbindet diesen Ort mit einer Geschichte des Widerstands. Werner Sylten wurde in der Schweiz als Sohn deutscher Eltern geboren und setzte sich für Gerechtigkeit ein. Wegen seiner Herkunft und seiner Haltung verlor er sein Pfarramt. Danach schloss er sich der Bekennenden Kirche an, die sich gegen den Einfluss des NS-Regimes stellte.

In Gotha leitete er ein geheimes Hilfsbüro für Christen mit jüdischen Wurzeln und unterstützte ihre Flucht. Das Netzwerk bot Verfolgten Schutz und brachte viele Menschen vor den Nationalsozialisten in Sicherheit. Seine Hilfe machte ihn selbst zur Zielscheibe staatlicher Verfolgung. Nach seiner Verhaftung kam er in das Konzentrationslager Dachau und wurde später nach Schloss Hartheim gebracht. Dort ermordeten ihn die Nationalsozialisten unmittelbar nach seiner Ankunft. Der Stolperstein bewahrt seine Verbindung zu Gotha und erinnert an Menschen, denen er beistand.

Stadt
Gotha
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