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Studnitz-Pyramide

Mitten in Deutschland erhebt sich die Studnitz-Pyramide als einzelnes, sandfarbenes Grabmal zwischen modernen Gebäuden. Ihre klare Pyramidenform aus hellem Seeberger Sandstein wirkt streng und würdevoll neben den Spuren eines früheren Barockgartens.

Hans Adam von Studnitz, Oberhofmarschall am herzoglichen Hof, ließ den Bau nach 1779 noch zu Lebzeiten in seinem Garten errichten. Damit entstand in Europa nach der Antike ein ungewöhnliches Grabmal ohne vergleichbares Gegenstück. Als Bildhauer gilt Friedrich Wilhelm Döll, ein Schüler des französischen Künstlers Jean Antoine Houdon. Die Pyramide stand ursprünglich inmitten einer weitläufigen Gartenanlage, die von barocken Mauern eingefasst wurde.

Im neunzehnten Jahrhundert verschwand der Garten fast vollständig, als ein Gymnasium auf zwei Dritteln des Geländes entstand. Zwei historische Bauzeichnungen zeigen noch die geplante Verbindung von Pyramide und Sarkophag. Eine Restaurierung zu Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts bewahrte den Sandsteinbau als sichtbare Spur dieser verlorenen Landschaft.

Stadt
Gotha
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