Sankt Johannes
Mitten im Dorf steht Sankt Johannes mit massiven Mauern aus Seeberger Sandstein und einem wetterfesten Schieferdach. Der schlichte Bau wirkt ruhig und bewahrt zugleich mittelalterliche Spuren. Der Turm enthält Mauerwerk aus dem 14. Jahrhundert und trägt über der Glockenstube einen schmalen Umgang.
Der Kirchenbau entstand um 1640, während der Turm ältere Bauteile bewahrt. Im Inneren spannt sich ein hölzernes Tonnengewölbe, dessen Jugendstil-Ausmalung von 1911 kräftige Muster zeigt. An der Nordwand sitzt die Empore, an der Südwand steht eine Kanzel aus dem 18. Jahrhundert. Bei der Restaurierung 2008 kam unter Farbschichten ein Wandgemälde aus der Bauzeit zum Vorschein.
David tritt darin mit Schleuder und Harfe gegen Goliath an, der eine Uniform aus dem Dreißigjährigen Krieg trägt. Die drei Stahlglocken ersetzten Bronzeglocken, die im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen wurden. Eine Tafel erinnert an Johann Hohner, der 1945 nach dem Hissen einer weißen Fahne erschossen wurde. Vor dem Gebäude steht ein efeubewachsenes Kriegerdenkmal mit symbolischen Grabsteinen für die Gefallenen.
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