Reyherschule
Die Reyherschule steht als viergeschossiger Backsteinbau mit großem Dach und streng gegliedertem Haupteingang in Deutschland. Seeberger Sandsteinsäulen rahmen das Portal, das seit 1900 den Zugang zu einem lebendigen Schulhaus markiert. Hinter den roten Mauern lernen heute Kinder und Jugendliche in einem Gebäude, das historische Architektur mit täglichem Schulbetrieb verbindet.
Ursprünglich teilten zwei Flügel die Schule nach Geschlechtern: Jungen lernten im Westen, Mädchen im Osten. Insgesamt entstanden 32 Klassenzimmer, die jeweils für 60 Schülerinnen und Schüler ausgelegt waren. Im Keller lagen ein Bad mit Duschen und Umkleiden, während im Erdgeschoss eine Hausmeisterwohnung eingerichtet war. In den 1930er Jahren und während des Zweiten Weltkriegs besuchten bis zu 1.400 Schüler jährlich die Schule. Das Gebäude blieb weitgehend erhalten, sodass der Unterricht nach Kriegsende bereits 1945 wieder beginnen konnte.
Später wandelte sich die Einrichtung von getrennten Schulen zur großen Polytechnischen Oberschule und danach erneut. Nach der deutschen Wiedervereinigung entstanden hier eine Regelschule und eine Grundschule. Andreas Reyher prägte als Pädagoge im 17. Jahrhundert die regionale Schulbildung. Die getrennten Eingänge für Jungen und Mädchen gehören heute zur Geschichte, doch das Schulhaus bewahrt weiterhin seinen ursprünglichen Eingang mit Sandsteinsäulen.
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