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Herzogliches Museum Gotha

Vor dir steht das Herzogliche Museum Gotha, ein heller Sandsteinbau im prunkvollen Stil der Neorenaissance. Zwischen 1864 und 1879 errichtet, bewahrt es die Kunstsammlungen der Gothaer Herzöge. Über dem Portal wachen Geschichte, Architektur, Kunst und Wissenschaft als allegorische Figuren. Gustav Broßmann und Franz Schwarz schufen diese vier steinernen Gestalten.

Im Erdgeschoss begegnen dir ägyptische Mumien und Ritualgegenstände aus einer der ältesten Sammlungen Europas. Antike griechische und römische Vasen, Goldschmuck und Korkmodelle römischer Bauwerke führen durch weitere Räume. Die Korkmodelle entstanden im 18. Jahrhundert und zeigen antike Architektur in ungewöhnlich empfindlichem Material. In der Gemäldegalerie hängen Werke von Lucas Cranach dem Älteren, Peter Paul Rubens, Jan van Goyen und Caspar David Friedrich. Das geheimnisvolle Gothaer Liebespaar entstand noch vor Dürers Zeit und gehört zu den besonderen Bildern.

Außerhalb Frankreichs findest du hier die weltweit größte Sammlung von Skulpturen Jean-Antoine Houdons. Italienische Majolika, Meissener Porzellan und japanische Lackarbeiten erweitern den Blick über Europa hinaus. Nach der Sanierung im Jahr 2013 fällt Licht durch die Räume und hebt ihre Details hervor. Besonders eindrucksvoll bleibt der Gegensatz zwischen den mächtigen Portalfiguren und den stillen Schätzen dahinter.

Stadt
Gotha
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