St. Josef
St. Josef steht im Wieser Gebiet des Stadtteils Weißensee in Füssen und ist dem heiligen Josef geweiht. Die Kapelle entstand für Bauern aus der Umgebung.
Das Kloster St. Mang ließ den Bau errichten, weil der Weg zur Hauptkirche für die ländliche Bevölkerung beschwerlich war. Auch Oberdeusch, Unterdeusch und Thal gehörten zum Einzugsgebiet.
Im Inneren prägt ein romanischer Altar den Sakralraum, obwohl die Kapelle aus dem siebzehnten Jahrhundert stammt. Der Dachreiter trägt zwei Glocken über dem Bau.
Eine Votivtafel im Eingangsbereich erinnert an Menschen, die bei einem Blitzeinschlag ums Leben kamen. Die Kapelle bot Menschen während Gewittern im Inneren Schutz.
Eine umfassende Renovierung veränderte die ursprüngliche Holzdecke, deren farbige Gestaltung heute überstrichen ist. Das Bauwerk steht in Füssen unter Denkmalschutz.
Die Weihe an Jesus, Maria und Josef verbindet den Raum mit der religiösen Tradition seiner Entstehungszeit. Das Kloster St. Mang prägte dabei die kirchliche Versorgung der Umgebung.
St. Josef zeigt, wie Gemeinschaften eigene Andachtsorte nahe ländlicher Siedlungen schufen. Der romanische Altar bewahrt dabei ein markantes Detail.
Als geschütztes Baudenkmal gehört St. Josef zum kulturellen Erbe von Füssen. Die Kapelle verbindet Glauben, Alltag und regionale Baugeschichte.
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