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Kobelschanze

Die Kobelschanze lag auf dem Kobel am westlichen Rand von Füssen, mit Blick über die Stadt und ihre Berglandschaft. Die ehemalige Skisprungschanze ist abgetragen, doch überwucherte Reste lassen die frühere Anlage noch erkennen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte Heini Klopfer aus Oberstdorf den Plan für Deutschlands größte Skisprungschanze. Der Ski-Club Füssen begann 1947 mit dem Bau und vollendete ihn durch viele ehrenamtliche Arbeitsstunden. Wegen ihrer Größe erhielt die Anlage den Beinamen „Mammutschanze“. Zur Eröffnung 1949 kamen etwa 25.000 Menschen, während Film und Rundfunk das Ereignis begleiteten. Heini Klopfer machte den ersten Sprung, danach stellte Sepp Weiler mit 94 Metern einen deutschen Rekord auf. Der K-Punkt lag bei 95 Metern.

Mehrere große Wettbewerbe folgten, doch Ende der 1950er Jahre endete der Betrieb. Finanzielle Gründe verhinderten in den 1970er Jahren einen Wiederaufbau. Zwischen Gras und Gehölz können einzelne Spuren heute noch an Füssens frühere Skisprunggeschichte erinnern. In Bad Faulenbach lebt der Sport auf einer anderen, ursprünglich 1922 errichteten Schanze weiter.

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Füssen
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