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Logenhaus

Das Logenhaus steht in Fürth als freistehender, dreigeschossiger Sandsteinbau in einem großzügigen, von Alfred Babée gestalteten Garten. Leonhard Bürger entwarf es im Stil von Neorenaissance und Historismus.

Zwischen 1890 und 1891 entstand das Gebäude für die 1803 gegründete Freimaurerloge „Zur Wahrheit und Freundschaft“. Ein schmiedeeisernes Gitter auf Sandsteinsockel fasst das Grundstück ein. Reich verzierte Fassaden, Eingangsportale, dekorative Giebel und Einflüsse des Platereskenstils verbinden sich mit orientalischen und maurischen Gestaltungselementen. Zwei Frauenfiguren am Giebel verweisen auf Wahrheit und Freundschaft. Im Inneren führen ein repräsentatives Foyer, eine schmiedeeiserne Treppe und ein Mosaikfußboden zu einem renovierten Saal. Ein Kleeblatt schmückt das Buntglasfenster.

Der rückwärtige Tempel im Obergeschoss erhielt 1951 durch Fritz Freitag seine neue Gestaltung. Hans Härdtleins Deckenfries zeigt Szenen aus Freimaurerritualen. Während der nationalsozialistischen Zeit wurde das Haus beschlagnahmt, weil die Loge jüdische Mitglieder nicht ausschließen wollte. 1948 kehrte es im Rahmen der Rückerstattung an die Loge zurück. Eine Fassadenrenovierung erfolgte 2014, später ergänzten Aufzug, Treppenlift und ein barrieregerechtes WC die Zugänglichkeit. Besonders einprägsam bleibt der Kontrast zwischen dem Sandstein außen und den symbolreichen Räumen im Inneren.

Stadt
Fürth
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