Wartburgkirche
Wartburgkirche steht im Frankfurter Stadtteil Nordend und verbindet klare Formen mit einem hellen Innenraum. Werner W. Neumanns Entwurf setzte sich 1958 im Wettbewerb durch. Zwischen 1959 und 1962 entstand der sechseckige Bau mit Satteldach und freistehendem Glockenturm. Die Wartburg in Eisenach bildet dabei den historischen Bezug.
Stahlrahmen, Ziegel an den Seiten und grob behauener Kalkstein an den Giebeln bestimmen die Konstruktion. Abgewinkelte Eingangs- und Chorwände geben dem Grundriss eine eigene Spannung. Glasflächen teilen die Wände, während ein Band aus Milchglasblöcken zur Nordwand mit Altar und Taufkapelle führt. Vier Buntglasfenster an der Südwand zeigen Christus. Der Sakralbau ist als Kulturdenkmal nach hessischem Denkmalschutz anerkannt.
Im Inneren treffen Ziegelboden, Holzdecke und Arbeiten von Jürgen Weber aufeinander. Altar, Kanzel und Taufbecken bestehen aus Muschelkalk, darüber hängt ein Bronzekreuz. Die Orgel besitzt 26 Register, zwei Manuale und ein Pedal. Sieben Bronzeglocken hängen im 40 Meter hohen Turm, und die Bestuhlung bietet 500 Menschen Platz. Die Eingangstüren bestehen aus Eisenplatten und stammen von Hans Wissel. Der Bau ist für Rollstuhlfahrer barrierefrei zugänglich.
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