Stalburger Oede
Die Stalburger Oede, früher Odenburg genannt, gehört zu den mittelalterlichen Adelsgütern im Frankfurter Nordend. Ihre erste urkundliche Erwähnung reicht ins frühe fünfzehnte Jahrhundert zurück. Das Anwesen war eine Wasserburg mit Gärten, Wiesen, Teichen und einem Weinberg. Claus Stalburg erwarb die Anlage am Ende des fünfzehnten Jahrhunderts. Im sechzehnten Jahrhundert brannte die Burg während der Belagerung Frankfurts nieder. Eine spätere Inschrift erinnerte an den anschließenden Wiederaufbau des Gebäudes.
Das Gelände lag nahe der heutigen Glauburgstraße, zwischen Eckenheimer Landstraße und Oeder Weg. Ein Wassergraben umgab die Anlage. Im achtzehnten Jahrhundert erhielt das Anwesen vermutlich eine barocke Gestaltung. Der Graben verschwand im neunzehnten Jahrhundert, während das Gebäude um ein weiteres Stockwerk wuchs. Die Erschließung des Nordends ließ die umliegenden Flächen und alten Bäume verschwinden. Die historische Bausubstanz blieb jedoch in einem Innenhof erhalten.
Erhaltene Außenmauern verbinden die Stalburger Oede mit einem Restaurant und einem Theater. Im ehemaligen Tanzsaal finden Aufführungen des Stalburg Theaters statt. Eine Gaststätte nutzt das Gebäude seit dem späten neunzehnten Jahrhundert. Die Anlage zeigt, wie ein ländlicher Adelssitz in die städtische Entwicklung Frankfurts überging.
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