Selda Ebe
Das Selda-Ebe-Denkmal in Frankfurt erinnert an die Familie Ebe und ihre Verfolgung im Holocaust. Vor dem früheren Wohnhaus in der Eckenheimer Landstraße liegen Stolpersteine, die an ihre Geschichte erinnern. Der Erinnerungsort bleibt außerdem für Besucherinnen und Besucher mit Rollstuhl zugänglich.
Abraham und Selda Ebe stammten aus Warschau und heirateten 1907, bevor sie mit ihren fünf Kindern nach Deutschland zogen. Nach Stationen in Offenbach, Hannover und München ließ sich die Familie 1921 in Frankfurt nieder. Abraham führte im Erdgeschoss ihres Hauses ein Lederwarengeschäft, während die Kinder die nahe Philanthropin-Schule besuchten. Alle fünf Kinder waren künstlerisch begabt.
Der Boykott des Geschäfts 1936 verschärfte die Verfolgung während des NS-Regimes. Nach der Polenaktion 1938 wurde die Familie nach Polen deportiert und gelangte schließlich ins Warschauer Ghetto. Esther entkam Anfang 1939 nach England und zog später in die USA.
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