Römer
Der Römer steht in der Frankfurter Altstadt gegenüber der Alten Nikolaikirche und prägt den Römerberg. Seit mehr als sechshundert Jahren dient das mittelalterliche Gebäude als Rathaus. Seine dreigipfelige Fassade verbindet mittelalterliche Elemente mit der neugotischen Umgestaltung des späten neunzehnten Jahrhunderts. Ein Balkon ergänzt die Ansicht und wird für öffentliche Veranstaltungen genutzt.
Die Stadt kaufte den Römer am elften März 1405 von der Kaufmannsfamilie Römer, zusammen mit dem Goldenen Schwan. Danach wuchs der Bau über mehrere Jahrhunderte stetig weiter. Zu den später hinzugefügten Häusern zählen Frauenrode, Viole und Schwarzenfels aus den Jahren 1424, 1510 und 1542. Ein Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg zerstörte ihn weitgehend, doch 1955 folgte der Wiederaufbau. Im Jahr 2005 erhielt die Fassade eine weitere Restaurierung.
Im Kaisersaal im zweiten Stock hängen Porträts von Kaisern des Heiligen Römischen Reiches. Römerhalle und Schwanenhalle gehören zu den ältesten Räumen. Früher fanden dort Frankfurter Buchmessen und Goldschmiedemärkte statt, heute erfüllt der Bau auch Aufgaben als Standesamt. Der historische Rathausbau ist auch für Rollstuhlfahrer zugänglich.
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