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Leo Gingold

Der Leo Gingold Stolperstein liegt in Frankfurt in der Breite Gasse 23, eingebettet in das Straßenpflaster. Die kleine Gedenkstätte ist barrierefrei zugänglich. Die Messingplatte erinnert an Leo Gingold, der 1914 in Frankfurt am Main geboren wurde und eine kaufmännische Ausbildung im Textilgroßhandel absolvierte. 1933 floh seine Familie nach Frankreich. Dort schlossen sich Leo und seine Geschwister der Résistance gegen die deutsche Besatzung an.

Am 4. November 1942 verhaftete ihn die französische Polizei während einer Durchsuchung und internierte ihn anschließend in mehreren Lagern. Am 9. März 1943 deportierten die Nationalsozialisten ihn nach Auschwitz, wo er ermordet wurde. Das Stolpersteine-Projekt von Gunter Demnig erinnert mit solchen Platten an Menschen, die zuletzt frei an diesem Ort lebten. Die Oberfläche trägt Namen, Geburtsdatum und Schicksal, während die Adresse an einen Ort erinnert, der heute nicht mehr besteht. So verbindet das Pflaster einen konkreten Frankfurter Alltagspunkt mit Leos Flucht, Widerstand und Verfolgung.

Stadt
Frankfurt am Main
Aktualisiert

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