Katharina Cahen-Brach
An einem Frankfurter Gehweg erinnert ein kleiner, in Messing geprägter Stolperstein an Katharina Cahen-Brach. Die Platte liegt im Pflaster und gehört zum Gedenken an Holocaustopfer. Sie erinnert an eine Frau, die meist Käthe genannt wurde und mit dem jüdischen Kinderarzt Fritz Cahen-Brach verheiratet war.
Der in Frankfurt geborene Arzt studierte in Frankfurt, Göttingen und München und diente im Ersten Weltkrieg als Kanonier und Sanitäter. In den zwanziger Jahren eröffnete er seine Kinderarztpraxis. Beide trieben Sport, während Fritz sich bei Eintracht Frankfurt engagierte, bis jüdische Mitglieder unter dem NS-Regime ausgeschlossen wurden. Im Jahr 1933 verlor er seine Krankenkassenzulassung. 1937 konnte die Praxis ihren Lebensunterhalt nicht mehr sichern.
Das Paar emigrierte 1938 zunächst nach Holland und später in die Vereinigten Staaten. In Los Angeles wurde Fritz zu Fred C. Brock und musste sich als Arzt neu qualifizieren. Katharina, nun Kate, arbeitete als Kindermädchen, und ihr Sohn Steven kam 1943 zur Welt. Fritz’ Eltern und weitere Angehörige wurden in Konzentrationslagern ermordet. Das von Gunter Demnig angestoßene Stolpersteine-Projekt bringt diese Familiengeschichte in den Frankfurter Gehweg zurück.
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