Josef Nussbaum
Der Stolperstein für Josef Nussbaum in Frankfurt erinnert an einen jüdischen Geschäftsmann und seine Verfolgung während des NS-Regimes. Seine Geburt ist für 1869 in Mittelsinn verzeichnet.
1896 zog er nach Frankfurt und lebte dort mit seiner Frau Karoline und ihren Kindern. Gemeinsam mit Siegmund gründete er J & S Nussbaum OHG. Das Schuhgroßhandelsgeschäft lag an der Zeil 43 und wurde nach Siegmunds Tod 1897 sein alleiniges Unternehmen. NS-Boykotte ließen den Umsatz des Geschäfts 1933 deutlich sinken. 1938 wurde das Unternehmen als arisierungswürdig eingestuft, und Josef musste es unter Zwang verkaufen. Im August 1941 wurde er wegen angeblicher Verstöße verhaftet. Im April 1942 wurde Josef in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert, wo er am 17. Juni desselben Jahres starb.
Der kleine Messingstein liegt im Frankfurter Pflaster als Erinnerungszeichen. Der Stolperstein gehört zur Initiative Stolpersteine, die an die letzten bekannten Wohnorte von Holocaustopfern erinnert. Der Erinnerungsort ist barrierefrei und mit dem Rollstuhl erreichbar.
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