Hermann Wolf
In Dietzenbach nahe Frankfurt erinnern Stolpersteine an Hermann Wolf und seine Familie. Dort lebte der jüdische Gemeindeleiter mit seiner Frau Emma und sieben Kindern. Die Gedenksteine liegen vor dem Haus, das einst ihr gemeinsames Zuhause war und heute barrierefrei zugänglich ist.
Hermann Wolf arbeitete als Viehhändler und gehörte zu den wohlhabendsten Menschen der Umgebung. Im Ersten Weltkrieg diente er als Soldat und erhielt das Eiserne Kreuz erster Klasse. Der Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 brachte Verfolgung und Schikanen für die Familie. 1938 musste sie Dietzenbach verlassen und nach Frankfurt ziehen. 1941 floh sie weiter in Richtung Vereinigte Staaten, doch Hermann erkrankte in Havanna an Typhus und starb dort.
Seine Familie setzte die Reise fort und überlebte den Krieg. Die sieben Stolpersteine halten heute die Namen der Familie Wolf im Alltag Dietzenbachs präsent.
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