Gitta Landau
Der Gitta-Landau-Stolperstein erinnert in Frankfurt an Gitta Frimmet Landau und ihre Geschichte während des Holocaust. Eine kleine Messingplatte liegt im Gehweg von Frankfurt. Gitta wurde in Radomsk, Polen, als Gusta Wrublewsky geboren und war die Tochter von Fanny und Siegmund. Sie wuchs mit fünf Geschwistern in ihrer Familie auf. Ihr Ehemann starb vor dem Zweiten Weltkrieg, danach blieb sie mit zwei Töchtern und einem Sohn zurück. Zu ihren Kindern gehörte auch ihre Tochter Toni. Toni besuchte in Frankfurt die jüdische Grundschule und fand wegen der Verfolgung keine Lehrstelle als Büroangestellte. Sie arbeitete in einem jüdisch geführten Internat. Dort lernte sie Kochen und bereitete sich auf die Flucht ins Exil vor. Gittas Tochter Lena floh über Großbritannien nach Venezuela. Ihr Sohn Wolf emigrierte nach Shanghai und lebte später staatenlos in den Vereinigten Staaten. Die letzte bekannte Adresse von Gitta und Toni war Vilbeler Straße 27. Beide wurden in die Region Lublin deportiert und starben dort. Der Stein gehört zum Stolperstein-Projekt in Frankfurt. Solche Steine markieren letzte freiwillige Wohnorte und halten die Erinnerung an Menschen wach, die nationalsozialistischer Verfolgung zum Opfer fielen.
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