Else Strauss
Der Stolperstein für Else Strauss erinnert in Frankfurt an eine jüdische Bewohnerin und ihr Schicksal während des Holocaust. Eine kleine Messingplatte liegt im Gehweg vor ihrem früheren Wohnort. Else wurde 1896 in Offenbach geboren und war die Tochter des Frankfurter Kaufmanns Siegfried Strauss und Flora Liffmann. Sie besuchte ein Lyzeum und eine Handelsschule. Von 1914 bis 1915 arbeitete sie beim Zigarrenagenten Julius Goetz, bevor sie in die Frankfurter Deutsche-Bank-Filiale wechselte. Im Devisenbereich blieb sie bis 1938 tätig. Multiple Sklerose zwang sie anschließend in den Ruhestand, während sich ihr Gesundheitszustand weiter verschlechterte.
An der Karl Flesch Straße 27 lebte sie, bevor die Straße 1935 in Marienbader Straße umbenannt wurde. Zwischen 1938 und 1941 war sie bei der Familie Schweriner am Reuterweg 55 gemeldet und lebte später im Hermesweg 4. Ihr letzter Wohnort war das Krankenhaus der Israelitischen Gemeinde in der Gagernstraße 36. Von dort wurde sie 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo sie 1943 starb. Die Messingplatte verbindet den früheren Wohnort mit ihrer Deportation und ihrem Tod in Theresienstadt.
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