Berger Warte
Die Berger Warte steht im Frankfurter Stadtteil Seckbach auf 212,4 Metern und damit am höchsten Punkt der Stadt. Der runde Turm besteht aus rotem Mainsandstein und ist etwa zwölf Meter hoch.
Mitte des sechzehnten Jahrhunderts ersetzte der Steinturm die hölzerne Geierswarte, die während der Belagerung Frankfurts niedergebrannt war. Philipp III. von Hanau-Münzenberg ließ ihn 1557 errichten.
An der historischen Straße zwischen Frankfurt und Bischofsheim diente die Warte als Beobachtungsposten und Geleitstation für Kaufleute. Eine einziehbare Leiter sicherte ursprünglich den Eingang im ersten Stock.
Eine runde Mauer mit Graben und Palisaden umgab den Turm und schützte seinen militärischen Standort. Marschall de Broglie führte hier 1759 französische Truppen.
In der Nähe lag zwischen 1484 und 1834 die Hinrichtungsstätte des Hochgerichts der Grafschaft Bornheimer Berg. Steine des späteren Galgens verwendete man für die Turmtreppe.
Der Zweite Weltkrieg beschädigte die Warte, doch Reparaturen in den fünfziger Jahren bewahrten den Turm. Seit 1991 gehört die Umgebung zum Frankfurter Grüngürtel.
Die Via Regia verlief einst nahebei, und das geschützte Denkmal gehört heute zum Regionalpark RheinMain. Welche Spuren dieser Geschichte entdeckst du an der Berger Warte?
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