Herrmannsplatz
Herrmannsplatz liegt in Erfurt und verbindet einen historischen Stadtplatz mit dem markanten Herrmannsbrunnen. Das Wasserbecken hat eine achteckige Form. Früher hieß der Platz Roßmarkt, bevor er nach der Einweihung des Brunnens am 24. September 1876 seinen heutigen Namen erhielt. Heute steht dort ein Denkmal, das Stadtgeschichte und mittelalterliche Bauformen sichtbar miteinander verbindet.
Der von Georg Kugel gestaltete Brunnen erinnert an Karl Herrmann, einen Erfurter Kaufmann, Historiker und Stadtrat. Herrmann förderte 1847 den Anschluss Erfurts an das Eisenbahnnetz. Außerdem setzte er sich 1850 für Stadtplanung und das Erfurter Unionsparlament ein, an dem der junge Otto von Bismarck teilnahm. Seine Sammlung historischer Quellen legte einen Grundstein für die moderne Stadtgeschichtsforschung in Erfurt.
Im Zentrum des Beckens ragt eine Säule wie ein gotischer Zierturm in die Höhe. Ihre Gestaltung ahmt die Türme des nahegelegenen Doms nach. Damit verweist der Brunnen auf die mittelalterliche Blüte Erfurts, für die sich Herrmann besonders interessierte. Eine Inschrift widmet das Denkmal dem Historiker als Freund seiner Geburtsstadt.
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