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Stadthaus

Das Stadthaus steht in Düsseldorfs Altstadt an der Mühlenstraße und gehört zur städtischen Architekturgeschichte. Seine Geschichte reicht bis zur Tätigkeit der Jesuiten in Düsseldorf zurück. Der Orden errichtete den Bau ab dem späten siebzehnten Jahrhundert in mehreren Bauphasen. Der sichtbare Teil entstand um siebzehn zehn an der Mühlenstraße. Das Gebäude war mit der Andreaskirche verbunden und besaß im Obergeschoss eine Sternwarte. Dort arbeiteten Ferdinand Orban und Johann Friedrich Benzenberg. Nach Kloster und Kolleg diente das Haus als Schule und beherbergte die aula academica der Rechtsakademie. Später wurde es Kurfürstliche Kanzlei und Regierungssitz des Großherzogtums Berg.

Karl Friedrich Schinkel gestaltete 1823 die Fassade an der Andreasstraße im klassizistischen Stil. Westliche Erweiterungen ergänzten die Anlage und schufen mehrere Innenhöfe. Nach dem Ersten Weltkrieg nahm das Stadthaus die städtische Polizei auf und wurde später Polizeipräsidium. Im NS-Regime fanden dort Massenverhaftungen und politische Umbrüche statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die Stadtverwaltung das Gebäude und setzte den Namen Stadthaus zur Abgrenzung vom Rathaus durch. 1985 wurde das Haus als Baudenkmal eingetragen. Auf dem Gelände entstand 1987 eine Gedenk- und Bildungsstätte für die Opfer des NS-Regimes. Die Ausstellung zeigt Düsseldorfer Kindheit und Jugend während der NS-Zeit. Das Gebäude wurde 2009 verkauft und in ein Hotel umgewandelt. Die Gedenkstätte öffnete 2015 erneut mit neuer Dauerausstellung.

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Düsseldorf
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