Georgskirche
Die Georgskirche steht im Dortmunder Stadtteil Aplerbeck und gehört als protestantische Kirche zur romanischen Architektur. Der Bau ist eine Kreuzbasilika, deren Form in Dortmund einzigartig geblieben ist. Das denkmalgeschützte Gebäude geht auf das zwölfte Jahrhundert zurück und ist barrierefrei zugänglich.
Eine Kirche in Aplerbeck erscheint bereits im Jahr 899 in schriftlichen Quellen. Bei Restaurierungsarbeiten kamen 1963 Reste eines älteren Kirchenbaus ans Licht. Die heutige Anlage entstand vermutlich zwischen 1150 und 1160 und wurde 1612 mit der Confessio Augustana lutherisch. Im neunzehnten Jahrhundert verfiel sie nach dem Bau einer größeren Kirche, nachdem Industrialisierung Aplerbeck wachsen ließ. Ein Blitzschlag beschädigte den Bau 1872, während Abrisspläne von 1894 am Widerstand der preußischen Regierung scheiterten.
Bis 1926 blieb die Kirche eine Ruine, bevor eine Restaurierung ihr romanisches Erscheinungsbild ohne bauliche Veränderungen zurückgab. Als Versammlungshalle diente sie später nationalsozialistischen Veranstaltungen und wurde auch nach dem Zweiten Weltkrieg weiter genutzt. Die Restaurierung von 1963 führte sie wieder ihrer Funktion als Hauptpfarrkirche zu. An der Ruinenstraße erinnert bis heute der Straßenname an die Zeit, in der der Bau seinem Verfall überlassen blieb.
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