Burgstall Deisenhausen
Burgstall Deisenhausen liegt östlich des Günztals auf einem nach Norden gerichteten Sporn mit steilen Flanken. Das Dorf Deisenhausen liegt etwa einen Kilometer östlich der Anlage.
Die mittelalterliche Befestigung erstreckt sich über 175 Meter und umfasst eine Hauptburg sowie eine Vorburg. Eine gerade Mauer und ein Graben trennen beide Bereiche. Zur nahezu flachen Landseite schützt eine weitere Mauer mit Außengraben die Vorburg. Die Abschnittsgräben zeigen in ihrer Mitte Wallschnitte und Erdbrücken.
Die Anlage wird mit den Herren von Gerenberg verbunden, die im 13. und 14. Jahrhundert erwähnt wurden. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts zogen sie nach Wattenweiler. Damals soll die Burg aufgegeben worden sein.
Die Sage vom Gockel von Schweigbeuren gehört ebenfalls zu dieser Gegend. Westlich von Deisenhausen lag einst die mittelalterliche Siedlung Schweigbeuren beim heutigen Kiesberg-Hof. 1349 schenkte Wernherr von Reichenbach die Siedlung dem Kloster Roggenburg. Der Ritter Luithoff soll nach einem Kreuzzug den Hahn als Zeichen seiner Treue übernommen haben. Ein Hahn krähte täglich oben im Burgturm. Bei der Belagerung täuschte sein Krähen die Angreifer über die letzten Getreidevorräte. Die Sage verbindet den Hahn außerdem mit dem Untergang der Burg am Rand des Günztals. Gelegentlich soll dort noch ein Hahn zu hören sein.
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