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Burgstall Deisenhausen

Der Burgstall Deisenhausen liegt etwa einen Kilometer westlich des Dorfes, auf einem nördlich ausgerichteten Sporn östlich des Günztals. Steile Flanken begrenzen den Geländesporn. Die mehrteilige Befestigung erstreckt sich über 175 Meter und umfasst eine Hauptburg sowie eine Vorburg. Eine gerade Mauer mit Graben trennt beide Bereiche. Die Vorburg sicherte eine weitere Mauer mit äußerem Graben gegen das nahezu flache Hinterland. In den Abschnittsgräben unterbrechen Wallschnitte und Erdbrücken die Befestigung, vermutlich wegen einer Wirtschaftsstraße.

Die Anlage wird mit den Herren von Gerenberg verbunden. Diese Adelsfamilie zog später nach Wattenweiler. Der Burgstall gehört damit zu einer mittelalterlichen Landschaft, in der auch verschwundene Siedlungen Spuren hinterließen. Westlich von Deisenhausen lag einst Schweigbeuren, wo heute der Kiesberg-Hof steht. Ein weiterer aufgegebener Ort hieß Frankenhofen.

Mit Schweigbeuren verbindet sich die Sage vom Gockel, einem Zeichen für Treue und Standhaftigkeit. Der Ritter Luithoff soll nach einem Aufenthalt im Heiligen Land den Hahn als Familienwappen gewählt haben. Ein Hahn im Burgturm erinnerte die Bewohner an ihr Gelöbnis. Während einer Belagerung täuschte sein Krähen die Feinde über die knappen Vorräte. Nach dem Verrat eines Nachfahren soll Schweigbeuren am Rand des Günztals versunken sein. Noch heute gehört der krähende Hahn zur Überlieferung dieses Ortes.

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Deisenhausen
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