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Fort IV

Fort IV liegt in Bocklemünd am westlichen Rheinufer und gehört zum ehemaligen inneren Festungsring Kölns. Zwischen 1874 und 1876 entstand dort ein großes Artilleriefort mit Infanterieunterstützung. Die Anlage maß etwa 330 mal 210 Meter, umgeben von einem neun Meter breiten, sechseinhalb Meter tiefen Trockengraben.

Stärkere Munition führte später zu Verstärkungen mit Kehlblockhaus, Beobachtungstürmen und gepanzerten Kuppeln. Der Umbau zur Infanterieanlage ließ nur Kleinkaliberkanonen für die Gräben zurück. Von 1909 bis 1914 nutzte das Luftschiffer-Bataillon Nr. 3 die Nähe zum Kölner Luftschiffhafen. Nach dem Abbau der Befestigungen 1921 und 1922 begann die zivile Umnutzung.

Die erhaltene Kehlkaserne wurde zur Sportanlage, deren Kasematten Umkleiden, Turnhalle und Duschen aufnahmen. Später folgten Notunterkunft, Pilzzucht, Geflügelfarm, Schreinerei und städtische Werkstätten. Heute dient der Ort vor allem dem Sport, während andere Räume ein Schlosser und städtische Lager nutzen. Im Inneren sind noch Spuren der Luftverteidigungszentrale aus dem Zweiten Weltkrieg sichtbar.

Stadt
Köln
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