Eigelsteintorburg
Die Eigelsteintorburg gehört zu den erhaltenen Stadttorburgen der mittelalterlichen Kölner Stadtmauer und markiert deren nördlichen Zugang. Der Bau entstand zwischen 1180 und 1259 während der dritten Stadterweiterung. Die doppelte halbrunde Turmtorburg zeigt mittelalterliche Wehrarchitektur, während der Eigelstein unter ihr hindurchführt. Die Straße reicht bis in die Römerzeit zurück.
Der Name verweist auf steinerne Pinienzapfen römischer Grabsteine, die Kölner einst mit Eicheln verbanden. Französische Besatzer nannten das Tor Porte de L’Aigle. Maria de’ Medici und später Napoleon Bonaparte mit Joséphine betraten Köln durch diesen Zugang. Die alte Stadtmauer verschwand im späten neunzehnten Jahrhundert aus Köln. Josef Stübben restaurierte die Torburg und ergänzte Schießscharten, Bögen, Treppe und Eingang auf der Stadtseite.
In einer Nische steht eine Kopie des Kölschen Boor. Das Gebäude diente als Militärgefängnis, naturwissenschaftliches Museum, historisches Museum und Ausstellungsort für Kunst. Die Räume über dem Tor beherbergen die Offene Jazz Haus Schule. Am Bau sind noch die Anschlüsse der alten Stadtmauer erkennbar. Eigelsteintorburg verbindet damit römische Spuren, mittelalterliche Stadtverteidigung und wechselnde Nutzungen in Köln.
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