مسجد سليمان باشا الخادم
Die Moschee des Suleiman Pasha al-Khadim steht in der weitläufigen Zitadelle von Kairo und wirkt dort kompakt. Über dem quadratischen Gebetsraum schwebt eine einzelne Kuppel. Daneben zeichnet sich das bleistiftförmige Minarett als schlanke Linie gegen den Himmel ab.
Der Bau entstand 1528 und brachte die erste osmanische Moschee Ägyptens in die Stadt. Suleiman Pasha al-Khadim ließ sie für das Janitscharenkorps errichten, das die Zitadelle bewachte. Bis dahin prägte die mamlukische Tradition Kairos Moscheen mit geschichteten Formen und reich bearbeitetem Stein. Die klare Geometrie setzt dazu einen neuen Akzent.
Marmormosaiktafeln am Sockel bewahren zugleich eine Verbindung zur älteren Kairener Gestaltung. Die zentrale Anlage bündelt Schritte und leise Stimmen unter der Kuppel. Zwischen den massiven Festungsmauern entsteht so ein stiller Gebetsraum, dessen Proportionen eher Ausgewogenheit als Pracht zeigen. Das feine Minarett bleibt als sichtbares Zeichen dieses architektonischen Wechsels.
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