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Nagyboldogasszony-kápolna

Die Nagyboldogasszony-Kapelle steht in Ungarn zwischen Wiesen und Gebüsch, am Ort des verschwundenen Dorfes Gercse.

Ihre schlichten Steinmauern stammen aus dem zwölften Jahrhundert. Die romanische Dorfkirche hebt sich mit ihrer seltenen hufeisenförmigen Apsis von der stillen Landschaft ab. Diese Bauform ist in Ungarn äußerst selten.

Ausgrabungen brachten römische Steine unter und innerhalb der Mauern ans Licht. Sie verweisen auf ein älteres Bauwerk. Brände und Kriege beschädigten das Gebäude, bevor Gercse im späten sechzehnten Jahrhundert verlassen wurde. Danach blieb es über hundert Jahre menschenleer. Im achtzehnten Jahrhundert kehrten Familien zurück und restaurierten den Bau im barocken Stil. Der südliche Eingang wurde verschlossen. Ein westlicher Zugang und zwei Sakristeien veränderten danach die ursprüngliche Form der Apsis.

Vor dem Altar liegen Grabplatten der Familien Szunyogh und Terstyánszky. Der alte Friedhof ist an der Oberfläche verschwunden, seine Spuren liegen jedoch weiterhin im Boden. Das Gotteshaus steht allein zwischen Feldern und Büschen.

Stadt
Budapest
Aktualisiert

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