Magyar Állami Operaház
Die Magyar Állami Operaház in Ungarn verbindet neorenaissancezeitliche Architektur mit der Geschichte ungarischer Oper und Ballettkunst. Ybl Miklós entwarf das Opernhaus, das 1884 nach fast zehnjähriger Bauzeit eröffnet wurde.
Marmorsäulen und breite Treppen prägen den Eingangsbereich. Seidenbespannte Wände, goldene Ornamente und kunstvolle Einlegearbeiten gestalten Foyer und Salons. Ungarische Handwerker errichteten das Gebäude mit ungarischen Materialien und prägten damit seinen nationalen Charakter. Im hufeisenförmigen Zuschauerraum liegen drei Ränge unter Lotz Károlys monumentalem Deckenfresko. Ein verzierter Bronzelüster bildet den Mittelpunkt der reich ausgestatteten Decke.
Die Oper ist für ihre hervorragende Akustik bekannt. Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“ und Werke von Kodály gehören zu den genannten musikalischen Bezügen des Hauses. Enrico Caruso trat auf dieser Bühne auf. Das Gebäude wurde zum Zentrum des ungarischen Balletts und ist die Heimat des ungarischen Nationalballetts.
Restaurierungen erneuerten Marmordetails, modernisierten die Bühnentechnik und bewahrten die historische Substanz. Rote und goldene Flächen bestimmen den Eindruck des Zuschauerraums. Das Opernhaus ist rollstuhlgerecht zugänglich und verbindet damit prunkvolle Architektur mit öffentlicher Zugänglichkeit.
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