Weinkontor
Das Weinkontor in Bremen steht im Stadtteil Walle, genauer in der Überseestadt nahe dem Europahafen. Das Gebäude entstand für die Bremer Weinhandelsfirma Reidemeister & Ulrichs.
Wilhelm Wortmann und Erik Schott entwarfen den Industriebau im Rahmen des Wiederaufbaus der Bremer Häfen nach dem Zweiten Weltkrieg. Sein sichtbares Stahlskelett prägt die rechteckige Fassade des Gebäudes. Zur Straße zeigen vollständig verglaste Treppenhäuser, während zurückgesetzte Treppentürme die beiden Seiten des Baukörpers gliedern.
Große Kellerräume nahmen Wein zur Gärung, Reifung und Abfüllung auf. Die oberen Bereiche dienten der Flaschenlagerung sowie den Büros der Geschäftsleitung und Verwaltung. Reidemeister & Ulrichs nutzte den Bau ursprünglich für Lagerung, Verarbeitung und Verwaltung des Weins.
Die Produktion von Qualitätsweinen verlagerte sich später stärker zu den Erzeugern. Der Weinvertrieb setzte sich fort, obwohl das Gebäude seine ursprüngliche Funktion verlor. Das Weinkontor steht unter Bremens Denkmalschutz und zeigt typische geschlossene sowie offene Fensterfelder. Die Architektur verbindet niedrige Brüstungen mit Fensterbändern unter den Deckenrahmen. Damit dokumentiert der Bau die Geschichte des Bremer Weinhandels und die sachliche Formensprache der Nachkriegszeit.
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