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Waller Kirche

Die Waller Kirche steht im Bremer Stadtteil Walle und gehört als evangelische Pfarrkirche zur Architektur dieses Viertels. Ihr Renaissance-Turm stammt aus dem Jahr 1658. Die ursprüngliche Kirche entstand 1524 unter dem Namen „Kerke Sunte Michalis tho Walle“ nach der Zerstörung einer Michaeliskapelle. Der Westturm überstand die Kriegszerstörung. Das Kirchenschiff wurde in den 1950er-Jahren auf den ursprünglichen Fundamenten wiederaufgebaut und erhielt im Osten einen Altarraum. Julius Schulte-Frohlinde leitete den Wiederaufbau. Der Turm ruht auf einem quadratischen Sockel, trägt einen achteckigen Schaft und zeigt Sandsteingesimse sowie Sandsteinquader. Im Inneren spannt sich eine flache Holztonnendecke. Eine Orgelempore an der Westseite trägt ein Instrument von Winold van der Putten aus dem Jahr 2002 mit 26 Registern. Die Orgel orientiert sich an norddeutschen und niederländischen Instrumenten des 17. Jahrhunderts. Das frühere Friedhofsgelände bildet heute eine Grünfläche mit einigen Grabsteinen aus der Zeit vor 1646. Die Waller Kirche ist als geschütztes Kulturdenkmal verzeichnet. Ihre Geschichte verbindet Reformation, Kriegszerstörung, Wiederaufbau und kirchliches Leben im Bremer Stadtteil Walle.

Stadt
Bremen
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