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Volkshaus

Das Volkshaus in Bremen entstand 1928 nach Plänen des Architekten Richard Jansen als Gewerkschaftshaus und Gemeinschaftszentrum. Über 400 Räume nahmen Gewerkschaftsbüros, eine Bibliothek, eine Arbeiterkammer, eine Arbeiterbank und ein Jugendzentrum auf. Hinzu kamen ein Hotel, ein Restaurant, eine Kegelbahn und sogar ein gemeinnütziges Bestattungsinstitut. Acht Skulpturen von Bernhard Hoetger schmückten die Backsteinfassade und zeigten die Kämpfe der Arbeiter.

Im April 1933, nach dem politischen Umbruch, durchsuchte die Polizei das Gebäude und nahm mehrere Gewerkschaftsfunktionäre fest. Aus Gründen der öffentlichen Sicherheit entfernte man die Skulpturen und schmolz sie ein. Die NSDAP übernahm das Haus, und 1938 kaufte die Stadt es. Im Zweiten Weltkrieg nutzten verschiedene Behörden das Gebäude, bis ein Luftangriff 1944 schwere Schäden verursachte. Nach dem Krieg baute man es mit nur geringen Änderungen wieder auf.

1979 schuf der Bildhauer Manfred Lohrengel sechs der Figuren neu, und sie kehrten an ihre Plätze zurück. Heute steht das Haus unter Denkmalschutz und beherbergt nach umfassender Sanierung von 2005 bis 2007 das Amt für Soziale Dienste. Wenn du davorstehst, siehst du an der Backsteinfassade sechs Figuren, wo einst acht standen.

Stadt
Bremen
Aktualisiert

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