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St.-Stephani-Kirche

Am westlichen Ende der Bremer Altstadt steht die St.-Stephani-Kirche, gegründet um 1050 von Erzbischof Adalbert I. Sie bildet das Herzstück des Stephaniviertels, das nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg neu entstand. Wenn du durch dessen Straßen gehst, fällt dir die Kirche als eines der wenigen Bauwerke auf, die damals überstanden.

Ihr Mauerwerk kombiniert Sandstein und Backstein, und frühgotische Züge, wie sie auch die Ansgarikirche zeigt, deuten auf eine gleichzeitige Renovierung. Im 13. Jahrhundert zerstört ein Brand den Bau, und zum Ende des 14. Jahrhunderts baut man ihn zur Pseudobasilika um. Eine Erneuerung des Südturms fällt ins 17. Jahrhundert, im 19. Jahrhundert erhält er sein neugotisches Obergeschoss. Im Zweiten Weltkrieg erleidet das Gotteshaus schwere Schäden. Zwischen 1947 und 1959 leitet Architekt Arthur Bothe den Wiederaufbau. Dabei vereinfacht er das Kirchenschiff und richtet im nördlichen Seitenschiff einen eigenen Andachtsraum ein. Seit 1973 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

Seit 2009 gehört das Gotteshaus zur Gemeinde St. Michaelis und St. Stephani. Als Kulturkirche bringt es seit 2007 regelmäßig Konzerte und kulturelle Veranstaltungen in die eigenen Räume. Die Bremer Kantorei St. Stephani, ein moderner Konzert- und Kirchenchor, ist dabei zu Hause. Das Gebäude bietet einen rollstuhlgerechten Zugang zum Innenraum. Bei einem Konzert füllt Chorgesang das schlichte Kirchenschiff, das der Wiederaufbau unter Arthur Bothe hinterließ.

Stadt
Bremen
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