Meyer am Boom
Meyer am Boom steht in Bremen-Oberneuland als historisches Bauernhaus mit regionaler Architektur. Der Bau entstand um 1720 oder möglicherweise früher im damaligen Dorf Oberneuland.
Das niederdeutsche Hallenhaus besitzt eine Zweiständerbauweise, seitliche Anbauten und verputztes Fachwerk. Ein Walmdach mit seltener Reetdeckung schützt das Gebäude. An den Giebeln sitzen Windbretter mit geschnitzten Pferdeköpfen. Die Gaststätte bestand mindestens seit 1722 und blieb rund dreihundert Jahre ein Familienbetrieb. Bauern aus der Umgebung trafen sich dort, später kamen auch Gäste aus höheren gesellschaftlichen Kreisen. Antike Möbel, gepolsterte Sofas und Wanduhren prägten den Innenraum.
Im Jahr 1800 erhielt Oberneuland hier seine erste Kegelbahn, eine einfache Anlage im Freien. Nach der Schließung 2014 dient das Haus als Wohngebäude und steht seit 1973 unter Denkmalschutz. Wenige Details verbinden seine Geschichte so anschaulich wie die Pferdeköpfe über dem Reetdach.
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