Havenhaus
Das Havenhaus steht im Bremer Stadtteil Vegesack, nahe dem Hafen und mit Blick auf die Weser. Sein Satteldach und der südseitige Erker prägen die äußere Erscheinung. Der Bau entstand zwischen 1645 und 1648 als Amtssitz des Vegesacker Hafenmeisters Bosche Hasselmann. Damit gehörte er zu den ersten größeren Steinhäusern der Umgebung. 1653 besetzten schwedische Truppen das Gebiet und befestigten den Bau mit Geschützstellungen. Ein großer Brand zerstörte 1719 weite Teile Vegesacks, während das Havenhaus erhalten blieb.
Im späten 18. Jahrhundert wuchs das Haus mit dem Handelsverkehr im Hafen und erhielt klassizistische Fenster. Vasen auf den Hauptgiebeln ergänzen bis heute die historische Gestaltung. Im 19. Jahrhundert wechselten die Räume vom Regierungsgebäude zum Postamt und später zum Hotel mit Restaurant. 1853 wurden hier 26 Kanonenboote der ersten deutschen Flotte versteigert. Spätere Umbauten, darunter Maßnahmen gegen Sturmfluten, sicherten den Bestand des Gebäudes. Heute verbinden Hotel und Restaurant maritime Geschichte mit dem Blick auf den Fluss. Vor dem Haus erinnert eine Skulptur aus einem Walkiefer an Vegesacks Seefahrtstradition.
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