Haus Blumenkamp
Haus Blumenkamp steht im Bremer Stadtteil Burglesum, genauer im Bereich St. Magnus. Die Villa entstand 1864 nach Entwürfen von Christian Roselius und liegt nahe der Lesum. Das zweigeschossige, verputzte Gebäude besitzt einen eingeschossigen Wirtschaftsflügel. Seit 2012 steht es unter Bremer Denkmalschutz.
Die Familie Wolde ließ das Landgut während des Historismus errichten, als St. Magnus noch dünn besiedelt war. Carl Heinrich Wolde gilt als Bauherr und machte sein Vermögen im Geldwechselgeschäft. Die Bahnstrecke nach Vegesack mit einem Halt in St. Magnus brachte ab 1862 neue Entwicklung in die Umgebung. Später wechselte das Anwesen mehrfach den Besitzer und diente unter anderem als Müttererholungsheim, Verwaltungsgebäude und Unterkunft. Seit 1993 wird das Gebäude als Kinderheim genutzt.
Der großzügige Park wurde 1951 größtenteils öffentlich zugänglich und gehört zu einer größeren Anlage mit vielfältiger Nutzungsgeschichte. Zwischen 1960 und 1964 entstand dort ein Alten- und Pflegeheim mit 190 Betten, das später zum Stiftungsdorf Blumenkamp erweitert wurde. Im nördlichen Parkbereich liegt ein Blindengarten, der häufig irrtümlich dem Knoops Park zugerechnet wird. Über dem nördlichen Haupteingang erinnern ein Familienwappen und die Inschrift „Anno 1864“ an die Bauzeit.
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