Haus Blumenkamp
Haus Blumenkamp steht im Bremer Stadtteil Burglesum, genauer im Bereich St. Magnus, nahe der Lesum. Die zweigeschossige Putzvilla besitzt einen eingeschossigen Wirtschaftsflügel und entstand 1864 nach Entwürfen von Christian Roselius. Das Anwesen war ursprünglich ein Landgut mit großzügigem Park im damals dünn besiedelten Norden St. Magnuses. Seit 2012 steht die Villa unter Bremer Denkmalschutz.
Die Familie Wolde ließ das Gebäude während des Historismus errichten, vermutlich unter Carl Heinrich Wolde. Über dem nördlichen Haupteingang erinnern ein Familienwappen und die Inschrift „Anno 1864“ an diese Entstehungszeit. Der Ausbau der Bahnstrecke nach Vegesack mit einem Halt in St. Magnus veränderte die Umgebung ab 1862. Später wechselten die Besitzer, und das Haus diente unter anderem als Müttererholungsheim, Verwaltungsgebäude und vorübergehende Unterkunft. Von 1960 bis 1964 entstand auf dem Gelände ein Alten- und Pflegeheim mit 190 Betten.
Heute prägen das modernisierte Stiftungsdorf Blumenkamp und der Park das weitläufige Umfeld. Der Gebäudekomplex umfasst zwei- und viergeschossige Bauten, während im nördlichen Park ein Blindengarten liegt. Besonders auffällig bleibt der Eingang mit Wappen und Jahreszahl: Er verbindet die Familie Wolde sichtbar mit dem Baujahr 1864.
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