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Ehemaliges Krematorium

Das Ehemalige Krematorium steht auf dem Riensberger Friedhof in Bremen-Schwachhausen und zeigt neoklassizistische Architektur. Vier kannelierte ionische Säulen tragen den klassischen Portikus an der eingeschossigen Fassade. Über der zentralen Halle wölbt sich eine kupfergedeckte Kuppel mit Jugendstilelementen, Gesims und Tympanon.

Heinrich Wilhelm Behrens entwarf den Bau für den Verein für Feuerbestattung, der zwischen 1903 und 1906 entstand. Das erste Krematorium Norddeutschlands wurde 1927 erweitert. 1988 endete der Betrieb wegen veralteter Technik, seit 2002 dient das Innere als Kolumbarium. Die Kuppelhalle umfasst 326 Nischen mit Glas- oder Sandsteingrabplatten.

Das Gebäude bildet mit dem Friedhof ein geschütztes Kulturdenkmal. Der Friedhof entstand zwischen 1872 und 1875 und entwickelte sich später zu einem Landschaftspark mit See, Rasen, Blumenbeeten, Eichen und Lindenalleen. Über siebzig Gräber, Mausoleen und Grüfte gelten als erhaltenswert. Besonders anschaulich bleibt der Wechsel zwischen klassischem Portikus, Kupferkuppel und parkartiger Umgebung.

Stadt
Bremen
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