Blautopf
Der Blautopf liegt in Blaubeuren und bildet als markante Karstquelle den Ursprung des Flusses Blau. Seine Wasserfläche leuchtet wegen feiner Kalkpartikel intensiv blau. Das Wasser ist durch die Karstlandschaft der Schwäbischen Alb gefiltert und tritt aus einem steilen, etwa 21 Meter tiefen Trichter hervor. Die tiefe Quelle wirkt dadurch besonders geheimnisvoll. Am Blautopf beginnt die Blauhöhle, das größte bekannte Höhlensystem der Schwäbischen Alb, mit Gängen und luftgefüllten Hallen. Die Höhle beginnt etwa 21 Meter unter der Wasseroberfläche. Forschende haben dort Räume wie Mörikedom, Wolkenschloss und Apokalypse sowie den Höhlenfluss Landweg erkundet. Mehrere Legenden verbinden den Ort mit Wassergeistern. Die bekannteste Geschichte erzählt von der schönen Lau, einer Meerjungfrau, die hier fünfmal lachen musste. Eine Steinskulptur erinnert am Ufer an sie. Die Unterwasserpassagen gelten als gefährlich, und mehrere Taucher verloren bei ihrer Erforschung das Leben. Der Naturort gilt als zugänglich für Menschen mit Rollstuhl. Ufer, Quelle, Blau und Sagen verbinden Natur, Höhlenforschung und regionale Erzähltradition an einem Ort.
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