Stadtbad Mitte
Das Stadtbad Mitte liegt im Berliner Bezirk Mitte und verbindet öffentliches Schwimmen mit Architektur des Neuen Bauens. Die vierstöckige Anlage steht nahe dem Heinrich-Zille-Park. Ihre Klinkerfassade, vier Lichthöfe und großen Fenster bestimmen das äußere Bild. Im Inneren empfängt dich eine Eingangshalle mit ockerfarbenen Keramikfliesen und einer Bronzeskulptur von Ernst Hermann Grämer.
Das Bad öffnete 1930 auf dem Gelände eines älteren Badehauses, das zwischen 1880 und 1888 entstand. James Henry Simon finanzierte den Bau, Carlo Jelkmann plante ihn und Heinrich Tessenow gestaltete die Innenräume. Nach Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg konnte der Betrieb 1945 teilweise wieder beginnen. Eine Schließung aus baulichen Gründen führte 1985 zu einer umfassenden Renovierung, bevor die Wiedereröffnung 1993 erfolgte. Weitere Arbeiten erneuerten später die Fassade und die technische Ausstattung, während die architektonischen Merkmale erhalten blieben.
Die östliche Schwimmhalle enthält ein fünfzig Meter langes Becken mit sechs Startblöcken und einem flachen Nichtschwimmerbereich. Der Beckenboden reicht von sechzig Zentimetern bis drei Metern Tiefe. Sauna, Sporträume und ein Rehabilitationszentrum ergänzen das Angebot, das auch barrieregerecht zugänglich ist.
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