Stadtbad Mitte
Das Stadtbad Mitte liegt im Berliner Bezirk Mitte und dient seit 1930 als öffentliches Schwimmbad. Vier Geschosse, vier Lichthöfe und eine Klinkerfassade prägen den Bau im Stil des Neuen Bauens. Große Fenster und Glasbausteindecken bringen viel Tageslicht in die Schwimmhalle. Heinrich Tessenow gestaltete den Innenraum mit klaren Linien und funktionalen Bereichen.
Das Gebäude entstand auf dem Gelände eines Badehauses, das der Berliner Verein für Volksbäder zwischen 1880 und 1888 gründete. James Henry Simon finanzierte den Neubau, dessen Pläne Carlo Jelkmann und dessen technische Ausarbeitung Rudolf Gleye lieferten. Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg begrenzten den Betrieb, doch im Juni 1945 öffnete die Anlage teilweise wieder. Eine umfassende Renovierung führte 1993 zur Wiedereröffnung, weitere Arbeiten modernisierten später Fassade und Technik.
Im östlichen Flügel liegt ein 50 Meter langes Becken mit sechs Startblöcken und einem Nichtschwimmerbereich. Der Beckenboden fällt von 60 Zentimetern bis auf drei Meter ab. Ockerfarbene Keramikfliesen und eine Bronzeskulptur von Ernst Hermann Grämer begrüßen dich in der Eingangshalle. Sauna, Sporträume und ein Rehabilitationszentrum ergänzen das Angebot, während der nahe Heinrich-Zille-Park die Umgebung prägt.
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