St. Hedwigs-Kathedrale Berlin
Die St. Hedwigs-Kathedrale Berlin steht als römisch-katholische Kathedrale im Herzen Berlins. Ihre runde Gestalt und gerippte Kuppel erinnern an das Pantheon in Rom. Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff entwarf den Bau im barocken Stil für die erste katholische Kirche Preußens nach der Reformation.
Friedrich der Große stellte das Grundstück bereit, nachdem Berliner Gemeindemitglieder darum gebeten hatten. Die Weihe galt der heiligen Hedwig von Schlesien, der Schutzpatronin Schlesiens und Brandenburgs. Nach schweren Kriegsschäden blieb nur die Gebäudehülle erhalten, bevor der Wiederaufbau 1952 begann. Der neue Hochaltar erhielt 1963 seine Weihe, während das Innere modernistisch gestaltet wurde.
Gotische Skulpturen, drei Wandteppiche zur Offenbarung des Johannes und ein vergoldetes Elfenbeinkreuz prägen den Innenraum. Die Krypta bewahrt die sterblichen Überreste Bernhard Lichtenbergs, der 1938 öffentlich für jüdische Menschen betete. Ein halbkugelförmiger Altar verbindet kleine Steine aus dem gesamten Bistum zu einem greifbaren Zeichen gemeinsamer Verbundenheit. Der Zugang ist für Rollstuhlfahrer geeignet.
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