Neue Synagoge
Die Neue Synagoge steht in Berlin und entstand Mitte des neunzehnten Jahrhunderts für die wachsende jüdische Gemeinde. Ihre maurische Architektur erinnert an die Alhambra und prägt das Stadtbild. Polychromes Ziegelwerk, farbig glasierte Steine und vergoldete Rippen schmücken die große Kuppel.
Eduard Knoblauch entwarf den Bau, Friedrich August Stüler vollendete ihn nach Knoblauchs Tod. Die Einweihung fand 1866 in Anwesenheit von Graf Otto von Bismarck statt. Eisen prägt die äußeren Säulen und die Konstruktion der Kuppel, die dadurch ihre große Spannweite erhielt. Während der NS-Zeit bot der Ort jüdischen Konzerten und Vorträgen Raum, darunter Albert Einsteins Auftritt 1930.
Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Anlage schwere Schäden, besonders während der Schlacht um Berlin. Straßenfront, Eingang, Kuppel und Türme wurden im späten zwanzigsten Jahrhundert rekonstruiert. Heute beherbergt der zugängliche Bau ein Museum und eine kleine Synagoge, während das Hauptheiligtum unrestauriert bleibt. Die zentrale Kuppel wird von zwei kleineren Kuppeln flankiert und bleibt als markantes Detail sichtbar.
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