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Marien-Kapelle

Die Marien-Kapelle steht als östliche Erweiterung des St.-Hedwig-Krankenhauses im Zentrum Berlins. Der kompakte Bau besitzt große, hoch angesetzte Fenster und einen schlanken Treppenturm mit sechseckigem Sockel. Ein Pyramidendach schließt den Turm an der Südostecke ab.

Vinzenz Statz entwarf die Kapelle, die zwischen 1851 und 1854 entstand. Im Inneren steht eine geschnitzte Madonna mit dem Jesuskind aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Zwei parallele Reihen hölzerner Bänke führen zum Altar unter einem farbigen Fenster mit dem Auge der Vorsehung. Bunte Mosaike von Villeroy und Boch zeigen Feuer, Wasser, Luft und Erde sowie die Evangelisten und Jesus Christus. Eine kleine Orgel steht erhöht hinter einer hölzernen Trennwand mit Blattgirlanden und Inschriften. Farbige Tafeln entlang des Raums stellen außerdem die Kreuzwegstationen dar.

Über dem Altar hängt ein hölzernes Kruzifix, während ein schmiedeeiserner Kronleuchter den Raum prägt. Im Eingangsbereich begegnen dir Gemälde des Guten Hirten und der heiligen Hedwig sowie Porträts von zehn Generaloberinnen. Auf dem Krankenhausgelände ergänzt die kleinere, heute entweihte Annakapelle das Ensemble mit einem Buntglasfenster von Charles Crodel.

Stadt
Berlin
Aktualisiert

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