Magnus-Haus
Das Magnus-Haus steht im Berliner Bezirk Mitte und verbindet klassisch-barocke Architektur mit wissenschaftlicher Geschichte.
Seine Geschichte reicht über 250 Jahre zurück. Johann Boumann entwarf das Stadthaus um 1753 nach einer architektonischen Konzeption von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. Friedrich II. gab den Bau ursprünglich in Auftrag. Das zweigeschossige Ensemble umfasst ein Querhaus, ein früheres Kutschhaus und einen historischen Garten. Die Fassade zeigt korinthische Pilaster und hohe Fenster. August Adolf Günther erweiterte 1822 das zweite Obergeschoss und den Dachboden. Eine Wendeltreppe mit schmiedeeisernem Rokoko-Handlauf führt ins Hochparterre.
Im 19. Jahrhundert lebte der Physiker Heinrich Gustav Magnus hier, forschte und lehrte. Dort entstand im Jahr 1845 die Deutsche Physikalische Gesellschaft. Von 1958 bis 1990 hatte die Physikalische Gesellschaft der DDR ihren Sitz im Magnus-Haus. Nach der Wiedervereinigung wurde das Magnus-Haus umfassend restauriert. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft nutzt das Haus für wissenschaftliche und kulturelle Veranstaltungen. Der Garten ergänzt das Ensemble um einen ruhigen historischen Außenraum.
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