Erlöserkirche
Die Erlöserkirche steht im Berliner Bezirk Mitte hinter einem fünfstöckigen Wohnhaus und bleibt von der Straße aus unsichtbar. Vom nahe gelegenen Heinrich-Zille-Park zeigen sich große Fenster und das kreuzgiebelige Dach der zweigeschossigen Hallenkirche. Ihre Klinkerfassade folgt historistischen Formen der norddeutschen Backsteingotik und hebt den Sakralbau von den Nachbarhäusern ab.
Carl Breuer entwarf das architektonische Ensemble mit einem U-förmigen Hofgebäude und integrierten Wohnungen. Der Kirchenbau entstand 1905 aus Spenden eines Kirchenbauvereins, nachdem methodistische Gottesdienste zuvor an verschiedenen Orten stattfanden. Die Evangelisch-methodistische Gemeinde erhielt dafür keine Finanzierung von der preußischen evangelischen Kirche oder der öffentlichen Verwaltung. Heute steht die Kirche unter Denkmalschutz und verbindet ihre religiöse Funktion mit der dichten Berliner Blockbebauung.
Über dem Querbau liegen vier Joche unter einem Kreuzgiebeldach, während nur zwei Fenster zum Hof weisen. Die Orgel entstand 1888 und wurde 1938 von Ernst Teichert erweitert und umgebaut. An der Parkseite bleibt besonders der Gegensatz zwischen den großen Fenstern und dem verborgenen Zugang im Gedächtnis.
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