Kisha Katolike Shën Luçia
Die Kisha Katolike Shën Luçia steht in Durrës und gilt als älteste christliche Kirche der Stadt, zugleich trägt sie den Status einer Konkathedrale. Die Kirche entstand zwischen 1858 und 1868 in Durrës.
Ihre neoklassizistische Fassade verbindet sich mit schlichten Innenräumen und sichtbarem Steinmauerwerk. Die tragenden Mauern erreichen fünfzig Zentimeter, während das Gebäude etwa fünfundzwanzig Meter lang und fünfzehn Meter hoch ist. Alte Steine aus verlassenen Häusern bilden die Mauern. In einzelnen Ziegeln erscheint das Monogramm des Kaisers Anastasius I., wodurch sich die Baugeschichte mit älteren Spuren verbindet.
Die Kirche ist der heiligen Lucia von Syrakus geweiht und bewahrt die Gräber bedeutender albanischer katholischer Persönlichkeiten. Dazu gehören Nikoll Kaçorri, Imzot Pjetër Gjura sowie die Überreste von Vincens Prennushi und Jul Bonati. Zwischen 1894 und 1912 diente der Bau albanischen Patrioten als Treffpunkt, Schule und Ort für geheime Literatur. In der kommunistischen Zeit nutzten Behörden die Kirche als Puppentheater und später als Lagerhaus. Nach dem Ende des Kommunismus fand hier im Dezember 1990 die erste freie Messe statt. Die Außenmauer blieb damals ein Ort stiller Gebete. Renovierungen prägten das Gebäude mehrfach, zuletzt zwischen 2015 und 2017, während das Innere seine klare Funktion bewahrt.
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